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Zwischen Interessen und Kompromissen: 11er und 12er simulieren die Weltklimakonferenz

Wie läuft eigentlich eine Konfliktlösung in der Politik ab? Wie ist es möglich, die Meinung von
verschiedenen Ländern und Ländergruppen dabei zu berücksichtigen? Wie schafft man es,
gegensätzliche Ziele zu verbinden, um eine gemeinsame Lösung zu finden, gegen die niemand
mehr etwas einzuwenden hat?
Genau mit diesen Fragen haben wir, die 11er und 12er, uns am Dienstag den 30.6. mal etwas
anders beschäftigt.
Gemeinsam mit Friedrich Bohn vom Earth Resilience Institute und BAM (Bock auf morgen) haben
wir ein Planspiel durchgeführt. Dabei geht es darum, sich in Politikerinnen hineinzuversetzen, welche wichtige Entscheidungen für die ganze Welt treffen müssen. Unser Planspiel stellte dabei die Klimakonferenz dar, welche im November 2025 in Belém, Brasilien stattfand. Alle Schülerinnen konnten sich dafür auf verschiedene Länder aufteilen: Brasilien, China, Arabische Länder, die Europäische Union, Inselstaaten und Arme Länder. Zusätzlich gab es noch die Presse, welche den Tag kreativ dokumentieren durfte.
Eine Einführung dazu hatten wir bereits einige Wochen im Voraus, dort haben wir auch
Informationen zu dem Land bekommen, welches man selbst vertreten wollte. Am Tag des
Planspiels starteten wir direkt mit der Verteilung der Rollen innerhalb der Ländergruppen und mit
den ersten Verhandlungen. Personen aus verschiedenen Ländern sind dafür in kleineren Gruppen
zusammengekommen, um zu den Themen Anpassung, Vermeidung, Kohlenstoffmarkt und
Gerechte Transformation zu diskutieren und sich auszutauschen.
Alle Ländergruppen sollten zwischendurch mehrere Pressekonferenzen abhalten, in denen sie der
Presse Informationen mitteilen konnten. Die Aufgabe der Presse ist es, alle Sichten aufzunehmen,
um diese als kurze Artikel in einen News-Chat auf Signal zu schreiben. Auf diesen hatten alle
Teilnehmenden des Planspiels Zugriff und sollten ihn immer lesen, um an Informationen anderer
Länder zu kommen. Dadurch entstanden natürlich neben hitzigen Diskussionen auch aufgeklärte Missverständnisse und neue Blickwinkel innerhalb der Verhandlungsrunden.
Nach vielen Verhandlungen war dann das Ziel, auf eine gemeinsame Lösung zu kommen. Dieser
müssen nicht alle zustimmen, es darf nur keine Ablehnung geben, denn sonst ist das Abkommen
gescheitert. Dafür haben wir uns alle zusammengesetzt, um die finalen Abkommen zu den vier
bereits genannten Themen zu verabschieden.
Bei unserem Planspiel gab es am Ende keine Person mehr, die etwas gegen die entstandenen
Abkommen einzuwenden hatte, somit konnten alle Abkommen verabschiedet werden und unsere
Klimakonferenz war sehr erfolgreich.
Der Tag hat uns eine neue Sichtweise eröffnet, erlaubt, eine andere Perspektive einzunehmen und
wir haben viel Neues zum Thema Konfliktlösung und dessen Komplexität gelernt. Wir wurden vor
Herausforderungen gestellt, mussten Kompromisse eingehen und lernen, mit Zeitdruck umzugehen. Es war eine interessante Erfahrung mit einem guten Ergebnis. In der Feedback-
Runde gab es noch ein paar Anmerkungen zur Verbesserung von zukünftigen Planspielen, aber größtenteils gab es positive Rückmeldungen.
Ein großes Dankeschön gilt noch einmal an Friedrich Bohn, welcher extra dafür zu uns an die
Schule gekommen ist, das Planspiel vorbereitet hat und uns während der Durchführung begleitet
hat.

A.S., D.C., L.K. und R.R.

Unsere Mannschaft bei der Deutschen Schulschachmeisterschaft 2026!

Mit ihrem Erfolg bei der Thüringer Schulschachmeisterschaft im März dieses Jahres qualifizierte sich unsere begabte Schachmannschaft der Jenaplan-Schule als eines von zwei Thüringer Teams für die Deutsche Schulschachmeisterschaft 2026.

Am Donnerstag, dem 07.05.2026, ging es direkt nach dem Unterricht ins hessische Bad Homburg, dem Austragungsort der Deutschen Schulschachmeisterschaft. Drei Tage lang absolvierte unsere Mannschaft, die sich aus Schülern der Falken, Delfine, Füchse und Skorpione zusammensetzt, insgesamt neun Runden im Schweizer System nach den FIDE-Schnellschachregeln. Gespielt wurde mit einer Bedenkzeit von jeweils 30 Minuten. Die Wertung erfolgte nach Mannschaftspunkten, Buchholz-Wertung, Brettpunkten, Anzahl der Siege sowie dem direkten Vergleich.

Unsere Mannschaft hat sich dabei mit Ausdauer und viel Teamgeist super geschlagen und ist letztendlich auf Platz 28 gelandet! Neben spannenden Partien und konzentriertem Mitfiebern kam auch die Erholung nicht zu kurz: Nachmittags stand Entspannung im örtlichen Schwimmbad auf dem Programm – unter der fürsorglichen Aufsicht von Sebastian, der in diesen Tagen zugleich Fahrer, Begleiter und Dokumentator war. Für seinen engagierten Einsatz gilt ihm unser herzlicher Dank! Unseren Schachspielern wünschen wir weiter viel Freude und Erfolg!

AUTORENLESUNG MIT ULRIKE RYLANCE

Am Freitag, den 12. Juni, besuchte der Schmökerclub unserer Schule, der sich immer mittwochnachmittags trifft, die Gemeinschaftsschule Wenigenjena. Wir waren zu einer Lesung von Ulrike Rylance eingeladen. 

Es gab eine Kostprobe aus ihrem neuesten Penny Pepper-Buch zu hören. Wir sind sehr gespannt, wie die Geschichte weiter geht, aber wir müssen uns noch bis November gedulden, denn dann kann man das neue Abenteuer von Penny Pepper und ihren Freundinnen erst kaufen. Die ersten 5 Bände könnt ihr euch aber schon in der Schulbibliothek ausleihen. 

Außerdem erzählte sie uns, wo sie lebt (in Amerika), wie sie auf die Ideen zu ihren Büchern kommt, und dass sie schon sehr früh angefangen hat, Geschichten zu schreiben. Zum Schluss erhielten wir noch einige Bücher der Autorin für unsere Schulbibliothek als Geschenk. Es war ein sehr schöner informativer und unterhaltsamer Vormittag.

S.Brauer

Schülerwettbewerb der Stiftung Ettersberg im Seminarfach

Diktaturen erforschen – demokratische Umbrüche in Deutschland und Europa

Alljährlich vergibt in Thüringen die Stiftung Ettersberg für Seminarfacharbeiten, die zum Themenfeld Diktaturen und Diktaturerfahrung im 20. Jahrhundert geschrieben wurden, einen Preis für besonders gelungene Arbeiten. 

„Unser Geschichtswettbewerb ›Diktaturerfahrung und demokratische Umbrüche in Deutschland und Europa‹ würdigt das Engagement solcher jungen Menschen. Mit dem 2004 ins Leben gerufenen jährlichen Wettbewerb möchten wir erreichen, dass sich mehr junge Menschen in ihren Seminarfach- und Projektarbeiten mit deutscher und europäischer Diktaturgeschichte auseinandersetzen. Denn wir sind überzeugt davon: Nur wer die Vergangenheit und die Auswirkungen von Diktaturen begreift, weiß Demokratie zu schätzen und kann sie aktiv mitgestalten.“ (Quelle)

Jenaplan-Schülerinnen erhalten erneut Sonderpreis

In diesem Jahr wurde erneut eine Seminarfachgruppe der Jenaplan-Schule Jena mit einem Sonderpreis für ihre Forschungsarbeit ausgezeichnet:

Florentine Donath, Antonia Preuß und Luise Prommersberger erhielten einen Sonderpreis für ihre Arbeit zum folgenden Thema:

Auswirkungen der Überwachung durch das Ministerium für Staatssicherheit auf die Kommunikation innerhalb des persönlichen Umfeldes

Im Rahmen ihrer Arbeit untersuchten die Schülerinnen die Kommunikation überwachter Personen in verschiedenen Lebenssituationen und führten mehrere Zeitzeugengespräche durch.

Die feierliche Würdigung der Leistungen sowie die Preisverleihung durch die Stiftung Ettersberg fand am Dienstag, den 16.Juni 2026, in der Bildungs- und Gedenkstätte Andreasstraße in Erfurt statt.

Wir gratulieren Florentine, Antonia und Luise sowie allen anderen Teilnehmenden zu diesem Erfolg!

Link zu einem Zeitungsartikel der Thüringer Allgemeinen