Author Archives: PR_Team

Unsere Mannschaft bei der Deutschen Schulschachmeisterschaft 2026!

Mit ihrem Erfolg bei der Thüringer Schulschachmeisterschaft im März dieses Jahres qualifizierte sich unsere begabte Schachmannschaft der Jenaplan-Schule als eines von zwei Thüringer Teams für die Deutsche Schulschachmeisterschaft 2026.

Am Donnerstag, dem 07.05.2026, ging es direkt nach dem Unterricht ins hessische Bad Homburg, dem Austragungsort der Deutschen Schulschachmeisterschaft. Drei Tage lang absolvierte unsere Mannschaft, die sich aus Schülern der Falken, Delfine, Füchse und Skorpione zusammensetzt, insgesamt neun Runden im Schweizer System nach den FIDE-Schnellschachregeln. Gespielt wurde mit einer Bedenkzeit von jeweils 30 Minuten. Die Wertung erfolgte nach Mannschaftspunkten, Buchholz-Wertung, Brettpunkten, Anzahl der Siege sowie dem direkten Vergleich.

Unsere Mannschaft hat sich dabei mit Ausdauer und viel Teamgeist super geschlagen und ist letztendlich auf Platz 28 gelandet! Neben spannenden Partien und konzentriertem Mitfiebern kam auch die Erholung nicht zu kurz: Nachmittags stand Entspannung im örtlichen Schwimmbad auf dem Programm – unter der fürsorglichen Aufsicht von Sebastian, der in diesen Tagen zugleich Fahrer, Begleiter und Dokumentator war. Für seinen engagierten Einsatz gilt ihm unser herzlicher Dank! Unseren Schachspielern wünschen wir weiter viel Freude und Erfolg!

AUTORENLESUNG MIT ULRIKE RYLANCE

Am Freitag, den 12. Juni, besuchte der Schmökerclub unserer Schule, der sich immer mittwochnachmittags trifft, die Gemeinschaftsschule Wenigenjena. Wir waren zu einer Lesung von Ulrike Rylance eingeladen. 

Es gab eine Kostprobe aus ihrem neuesten Penny Pepper-Buch zu hören. Wir sind sehr gespannt, wie die Geschichte weiter geht, aber wir müssen uns noch bis November gedulden, denn dann kann man das neue Abenteuer von Penny Pepper und ihren Freundinnen erst kaufen. Die ersten 5 Bände könnt ihr euch aber schon in der Schulbibliothek ausleihen. 

Außerdem erzählte sie uns, wo sie lebt (in Amerika), wie sie auf die Ideen zu ihren Büchern kommt, und dass sie schon sehr früh angefangen hat, Geschichten zu schreiben. Zum Schluss erhielten wir noch einige Bücher der Autorin für unsere Schulbibliothek als Geschenk. Es war ein sehr schöner informativer und unterhaltsamer Vormittag.

S.Brauer

Schülerwettbewerb der Stiftung Ettersberg im Seminarfach

Diktaturen erforschen – demokratische Umbrüche in Deutschland und Europa

Alljährlich vergibt in Thüringen die Stiftung Ettersberg für Seminarfacharbeiten, die zum Themenfeld Diktaturen und Diktaturerfahrung im 20. Jahrhundert geschrieben wurden, einen Preis für besonders gelungene Arbeiten. 

„Unser Geschichtswettbewerb ›Diktaturerfahrung und demokratische Umbrüche in Deutschland und Europa‹ würdigt das Engagement solcher jungen Menschen. Mit dem 2004 ins Leben gerufenen jährlichen Wettbewerb möchten wir erreichen, dass sich mehr junge Menschen in ihren Seminarfach- und Projektarbeiten mit deutscher und europäischer Diktaturgeschichte auseinandersetzen. Denn wir sind überzeugt davon: Nur wer die Vergangenheit und die Auswirkungen von Diktaturen begreift, weiß Demokratie zu schätzen und kann sie aktiv mitgestalten.“ (Quelle)

Jenaplan-Schülerinnen erhalten erneut Sonderpreis

In diesem Jahr wurde erneut eine Seminarfachgruppe der Jenaplan-Schule Jena mit einem Sonderpreis für ihre Forschungsarbeit ausgezeichnet:

Florentine Donath, Antonia Preuß und Luise Prommersberger erhielten einen Sonderpreis für ihre Arbeit zum folgenden Thema:

Auswirkungen der Überwachung durch das Ministerium für Staatssicherheit auf die Kommunikation innerhalb des persönlichen Umfeldes

Im Rahmen ihrer Arbeit untersuchten die Schülerinnen die Kommunikation überwachter Personen in verschiedenen Lebenssituationen und führten mehrere Zeitzeugengespräche durch.

Die feierliche Würdigung der Leistungen sowie die Preisverleihung durch die Stiftung Ettersberg fand am Dienstag, den 16.Juni 2026, in der Bildungs- und Gedenkstätte Andreasstraße in Erfurt statt.

Wir gratulieren Florentine, Antonia und Luise sowie allen anderen Teilnehmenden zu diesem Erfolg!

Link zu einem Zeitungsartikel der Thüringer Allgemeinen

Geschichtsexkursion des 11. Jahrgangs zur Andreasstraße  

Am Mittwoch, dem 22.4, besuchten wir das ehemalige Staatssicherheitsgefängnis, die Gedenk- und Bildungsstätte in der Andreasstraße in Erfurt. 
Los ging es um 8:30Uhr am Westbahnhof, nach pünktlicher Abreise kamen wir gegen neun am Erfurter Bahnhof an. Nach kurzer Frühstückspause begann die Führung durch das ehemalige Gefängnis. 

Zu Beginn erhielten wir eine Einführung über die Geschichte des Ortes. Anschließend konnten wir uns die noch erhaltenen Zellen anschauen, dabei wurde deutlich, unter welchen Bedingungen, die die Inhaftierten leben mussten. Durch verschiedene Maßnahmen wurden die Einsassen eingeschüchtert, isoliert und orientierungslos gemacht. Beispielsweise waren die Fenster undurchsichtig, sodass kein Kontakt mit der Außenwelt oder Orientierung möglich und das Zeitgefühl stark eingeschränkt war. Die Individualität der Insassen wurde durch deren ständig wechselnden Nummerierung und einheitlicher Kleidung unterdrückt. Anhand von ständiger Überwachung, teils sogar nachts, wurde ihnen auch der Letze Rest an Privatsphäre genommen. 

Die Zellen wurden sich von vier bis sechs Menschen geteilt. Zwar gab es in den meisten Zellen ein eigenes Klo und Waschbecken, jedoch war dies sowohl vom Gang aus als auch von den Insassen in der Zelle vollständig einsehbar. 

Anschließend besuchten wir den Museumsteil der Ausstellung und lernten mehr über die Vorgehensweise der Staatssicherheit sowie über die Gründe der Verhaftungen in der DDR. Dazu zählten unter anderen Ausreiseanträge stellen, versuchte Grenzübertritte, politische Graffiti, „staatsfeindliche Hetze“ oder kritische Meinungsäußerungen gegen den Staat. Dabei wurde deutlich, dass die Gründe für eine Verhaftung oft sehr geringfügig waren und dennoch harte Konsequenzen nach sich zogen. Obwohl sich alle Betroffenen in diesem Gefängnis nur in Untersuchungshaft befanden, waren die Verhörmethoden zusätzlich zu den Haftbedingungen so belastend, dass viele Gefangene unter Druck Aussagen machten, die später vor Gericht gegen sie verwendet wurden. 

Ein besonderer Teil der Exkursion war das Zeitzeugengespräch. Dabei berichtete ein ehemaliger Inhaftierter über seine persönlichen Erfahrungen und seinem persönlichen Grund der Inhaftierung. Dies ermöglichte uns einen personenbezogenen Einblick in die Haftbedingungen und machte die zuvor erhaltene Informationen besonders anschaulich und real. 

Durch die Exkursion konnten wir unser Wissen über die DDR und das System der Staatssicherheit vertiefen. Besonders eindrucksvoll war die Erkenntnis, wie stark die Stasi in die privaten leben der „normalen Leben“ der Bürger in der DDR vordringenden konnte und wie „geringfügig“ die Gründe der Verhaftung sein konnten. 

I., T. u. A.