Category Archives: Aktuelles

Schülerwettbewerb der Stiftung Ettersberg im Seminarfach

Diktaturen erforschen – demokratische Umbrüche in Deutschland und Europa

Alljährlich vergibt in Thüringen die Stiftung Ettersberg für Seminarfacharbeiten, die zum Themenfeld Diktaturen und Diktaturerfahrung im 20. Jahrhundert geschrieben wurden, einen Preis für besonders gelungene Arbeiten. 

„Unser Geschichtswettbewerb ›Diktaturerfahrung und demokratische Umbrüche in Deutschland und Europa‹ würdigt das Engagement solcher jungen Menschen. Mit dem 2004 ins Leben gerufenen jährlichen Wettbewerb möchten wir erreichen, dass sich mehr junge Menschen in ihren Seminarfach- und Projektarbeiten mit deutscher und europäischer Diktaturgeschichte auseinandersetzen. Denn wir sind überzeugt davon: Nur wer die Vergangenheit und die Auswirkungen von Diktaturen begreift, weiß Demokratie zu schätzen und kann sie aktiv mitgestalten.“ (Quelle)

Jenaplan-Schülerinnen erhalten erneut Sonderpreis

In diesem Jahr wurde erneut eine Seminarfachgruppe der Jenaplan-Schule Jena mit einem Sonderpreis für ihre Forschungsarbeit ausgezeichnet:

Florentine Donath, Antonia Preuß und Luise Prommersberger erhielten einen Sonderpreis für ihre Arbeit zum folgenden Thema:

Auswirkungen der Überwachung durch das Ministerium für Staatssicherheit auf die Kommunikation innerhalb des persönlichen Umfeldes

Im Rahmen ihrer Arbeit untersuchten die Schülerinnen die Kommunikation überwachter Personen in verschiedenen Lebenssituationen und führten mehrere Zeitzeugengespräche durch.

Die feierliche Würdigung der Leistungen sowie die Preisverleihung durch die Stiftung Ettersberg fand am Dienstag, den 16.Juni 2026, in der Bildungs- und Gedenkstätte Andreasstraße in Erfurt statt.

Wir gratulieren Florentine, Antonia und Luise sowie allen anderen Teilnehmenden zu diesem Erfolg!

Link zu einem Zeitungsartikel der Thüringer Allgemeinen

Die Schüler:innenFAIRma hat gekocht

Am 28.04. und 29.04 haben wir als SchülerFAIRma ein Catering für eine Tagung der DKJS (Deutsche Kinder- und Jugendstiftung) vorbereitet. Wir haben am Montag gemeinsam gekocht und die Arbeit untereinander aufgeteilt. Es sind viele verschiedene Produkte entstanden, die wir dann noch zur Imaginata gefahren haben. 

Am darauffolgenden Dienstag ging es weiter. Ab 8 Uhr haben wir frisches Essen vorbereitet, wie das Belegen von Baguettes oder das Schneiden von Obst und Gemüse und das Füllen von Wraps. Dann haben wir unseren Catering-Tisch aufgebaut. Die Leute fanden das Essen sehr lecker und insgesamt waren es zwei sehr erfolgreiche Tage.

M. + F.

Geschichtsexkursion des 11. Jahrgangs zur Andreasstraße  

Am Mittwoch, dem 22.4, besuchten wir das ehemalige Staatssicherheitsgefängnis, die Gedenk- und Bildungsstätte in der Andreasstraße in Erfurt. 
Los ging es um 8:30Uhr am Westbahnhof, nach pünktlicher Abreise kamen wir gegen neun am Erfurter Bahnhof an. Nach kurzer Frühstückspause begann die Führung durch das ehemalige Gefängnis. 

Zu Beginn erhielten wir eine Einführung über die Geschichte des Ortes. Anschließend konnten wir uns die noch erhaltenen Zellen anschauen, dabei wurde deutlich, unter welchen Bedingungen, die die Inhaftierten leben mussten. Durch verschiedene Maßnahmen wurden die Einsassen eingeschüchtert, isoliert und orientierungslos gemacht. Beispielsweise waren die Fenster undurchsichtig, sodass kein Kontakt mit der Außenwelt oder Orientierung möglich und das Zeitgefühl stark eingeschränkt war. Die Individualität der Insassen wurde durch deren ständig wechselnden Nummerierung und einheitlicher Kleidung unterdrückt. Anhand von ständiger Überwachung, teils sogar nachts, wurde ihnen auch der Letze Rest an Privatsphäre genommen. 

Die Zellen wurden sich von vier bis sechs Menschen geteilt. Zwar gab es in den meisten Zellen ein eigenes Klo und Waschbecken, jedoch war dies sowohl vom Gang aus als auch von den Insassen in der Zelle vollständig einsehbar. 

Anschließend besuchten wir den Museumsteil der Ausstellung und lernten mehr über die Vorgehensweise der Staatssicherheit sowie über die Gründe der Verhaftungen in der DDR. Dazu zählten unter anderen Ausreiseanträge stellen, versuchte Grenzübertritte, politische Graffiti, „staatsfeindliche Hetze“ oder kritische Meinungsäußerungen gegen den Staat. Dabei wurde deutlich, dass die Gründe für eine Verhaftung oft sehr geringfügig waren und dennoch harte Konsequenzen nach sich zogen. Obwohl sich alle Betroffenen in diesem Gefängnis nur in Untersuchungshaft befanden, waren die Verhörmethoden zusätzlich zu den Haftbedingungen so belastend, dass viele Gefangene unter Druck Aussagen machten, die später vor Gericht gegen sie verwendet wurden. 

Ein besonderer Teil der Exkursion war das Zeitzeugengespräch. Dabei berichtete ein ehemaliger Inhaftierter über seine persönlichen Erfahrungen und seinem persönlichen Grund der Inhaftierung. Dies ermöglichte uns einen personenbezogenen Einblick in die Haftbedingungen und machte die zuvor erhaltene Informationen besonders anschaulich und real. 

Durch die Exkursion konnten wir unser Wissen über die DDR und das System der Staatssicherheit vertiefen. Besonders eindrucksvoll war die Erkenntnis, wie stark die Stasi in die privaten leben der „normalen Leben“ der Bürger in der DDR vordringenden konnte und wie „geringfügig“ die Gründe der Verhaftung sein konnten. 

I., T. u. A.

Schulanmeldung für das Schuljahr 2027/28

Die Anmeldung der zukünftigen Erstklässler:innen für das Schuljahr 2027/2028 findet in der Stadt Jena vom 02. bis 10.05.2026 statt. Sollten wir Ihre Erstwunschschule sein, geben Sie in diesem Zeitraum das Ihnen zugesandte Schreiben der Stadt mit der Schul-ID im Original sowie die Anmeldeunterlagen, die Sie hier finden, bei uns im Sekretariat oder Briefkasten ab.